Der LÜBECKER KAMMERCHOR widmet sich seit seiner Gründung im Jahre 1950 der intensiven Pflege anspruchsvoller Vokalmusik. Weltliche und geistliche
A-Cappella-Musik der verschiedenen Epochen und unterschiedlichen Stilrichtungen gehören
ebenso zum Repertoire wie viele große Oratorien aus Vergangenheit und Gegenwart. Zu letzteren zählen u.a. Werke von Schütz, Bach, Händel, Haydn,
Mendelssohn, Mozart, Brahms, Dvorak, Strawinsky, Britten und Bernstein.
Seit der Übernahme des Chores durch Andreas Krohn – Musikpädagoge am Gymnasium,
Sänger, Lehrbeauftragter für Chorleitung, Mitglied in verschiedenen musikalischen Gremien
und Jurys – im Jahre 1988 sind zunehmend stilgebundene, inhaltlich bestimmte Programme konzipiert
worden . Besondere Berücksichtigung dabei erfährt die Literatur der Renaissance und des
20. Jahrhunderts. Mit z.B. dem 24-stimmigen “Qui Habitat“
von Josquin Desprez oder der 12-stimmigen Messe “Et Ecce Terrae Motus“ von Antoine Brumel
sowie dem barocken 10-stimmigen “Stabat Mater“ von Domenico Scarlatti werden
außergewöhnliche und selten zu hörende Werke zur Aufführung gebracht. Zum
Standardrepertoire gehören ferner sämtliche Motetten und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs,
sowie auch die Musik Lübecker Komponisten des 20. Jahrhunderts, Walter Kraft und Hugo Distler.
Konzerte im Inland, Rundfunk-und CD-Aufnahmen, zahlreiche Konzertreisen in verschiedene Länder Europas und die erfolgreiche Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben bestimmen das musikalische Geschehen und Leben des Chores ebenso wie eine ausgeprägte soziale Struktur. Insbesondere zahlreiche gemeinsame Projekte mit anderen Musikinstitutionen – u.a. der Musikhochschule Lübeck und Chören dieser Region – sowie freundschaftliche Beziehungen – auch zu ausländischen Ensembles und Chören – bieten prägende musikalische Erlebnisse und menschliche Kontakte.